Tag der Natur

Der NABU Mittleres Mecklenburg beteiligt sich an der Feldforschungsaktion des GEO-Magazins

Im Jahr 1999 ursprünglich von der Zeitschrift Geo ins Leben gerufen und auch heute noch betreut, hat sich der Tag der Artenvielfalt inzwischen auch zu einem Tag der Präsentation von Fachgruppen, Erfassungsmethoden und des Austausches zwischen den Fachleuten entwickelt. Ziel ist es, an einem Tag in einem festgelegten Gebiet so viele Arten wie möglich zu finden, um zu zeigen, dass Biodiversität und v.a. der Verlust der Vielfalt keine ausschließlichen Themen der tropischen Regenwälder sind, auch wenn sie dort zunächst mehr auffallen und im Blickpunkt der Öffentlichkeit liegen. Die Frage, wie es vor der eigenen Haustür aussieht, wird dabei oft vernachlässigt. Es finden sich Fachleute ganz unterschiedlicher Fachgebiete zusammen, um gemeinsam ein Gebiet zu erforschen. In entspannter Atmosphäre kann jeder mal ausprobieren, wie man einer Art oder einer Artengruppe zu Leibe rückt, wenn man sie untersuchen will. Nebenher wird von den Fachleuten das Artenspektrum eines Gebietes erfasst.

Ein Tag der Natur trägt nicht dazu bei, dass automatisch mehr Arten in unserer Umwelt einen Lebensraum finden, aber er trägt dazu bei, dass auch nicht Fachleute einen Blick hinter die Kulissen der Erfassung von Arten werfen können. Und ähnlich wie im Theater, wo ein Blick hinter die Kulissen spannende Augenblicke verspricht, ist es auch hier: Wir beantworten die Frage, wie man einen Vogel, eine Fledermaus oder auch einen Frosch richtig fängt. Mitunter komisch anmutend sind die Fangpraktiken der Entomologen – also der Insektenkundler. Mit Streifnetzen, Klopfschirmen, Bodenfallen und Exhaustor rücken sie ihren mitunter sehr kleinen Freunden zu Leibe.

 

zum GEO-Tag der Natur


Am Peezer Bach 2017

NABU Mittleres Mecklenburg lädt zur Erkundung der Artenvielfalt am Ostufer des Breitlings ein

Die Artenvielfalt im Landschaftsschutzgebiet Peezer Bach entdecken, das wollen die Fachgruppen des NABU Mittleres Mecklenburg e.V. am 17. Juni im Rahmen des GEO-Tags der Natur und laden alle interessierten Naturfreunde herzlich dazu ein. Los geht es ab 9 Uhr beim Treffpunkt Plattenstraße längs südlich der Spülfeldseite, am kleinen Schöpfwerk (siehe Anfahrtsskizze). Bis in den späten Abend hinein gibt es ein umfangreiches Exkursionsprogramm, um die verschieden Tier- und Pflanzenarten in dem wunderschönen, aber auch bedrohten Schutzgebiet am Ostufer des Breitlings aufzuspüren. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, mit denen Pflanzen, Wasserkäfer, Fische, Lurche und Eidechsen, Vögel und Fledermäuse erfasst werden. Für junge Naturforscher bietet die NAJU Rostock mit der Kindergruppe "Rudi Rotbein" ein altergemäßes Begleitprogramm an.

 

Um Anmeldung bis zum 15.06. wird gebeten. E-Mail: info@nabu-mittleres-mecklenburg.de

 

Der NABU Mittleres Mecklenburg tritt für den Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in ihren natürlichen Lebensräumen und für die Entwicklung nachhaltiger, zukunftsfähiger Lebensstile ein. Die Erfassung der Artenvielfalt in der Region Rostock gehört dabei zu den Schwerpunkten des Engagements seiner ehrenamtlich arbeitenden Fachgruppenmitglieder. "Der GEO-Tag der Natur ist ein willkommener Anlass, um interessierten Menschen - ob groß oder klein - einen Einblick in unsere Arbeit zu gewähren und wichtige Daten zu sammeln", sagt der Vorsitzende Ralph Emmerich. Schon mehrmals hat sich der Verein an der bundesweiten Aktion GEO-Tag der Natur, des Reportagemagazins GEO beteiligt. In diesem Jahr lautet das Schwerpunktthema: "Wie grün sind unsere Städte?"

 

GEO-Tag Warm-Up mit der Naturschutzjugend

Bereits am Mittwoch den 14. Juni lädt die Jugendorganisation des NABUs, die NAJU Rostock, zu einem Warm-Up zum GEO-Tag der Natur ein. Ab 16:30 Uhr sollen auf dem Gelände des NAJU-Gartens in der Erich-Schlesinger-Straße 21 Tier- und Wildplfanzenarten erfasst werden. Interessierte Jugendliche sind dazu herzlich willkommen.

 

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Programm Tag der Natur am Peezer Bach 2017
20170613 NABU Programm GEO Tag der Natur
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Im Botanischen Garten 2014

NABU Fachleute untersuchen am 14. Juni die Artenvielfalt im Botanischen Garten

Der Anreiz für die Fachwelt ist sicher höher, wenn es sich um TOP-Gebiete handelt, die eine Vielzahl an seltenen Arten versprechen. Das ganz normale „Allerweltsgebiet“ fällt dabei oft nicht ins Augenmerk. Aber gerade hier – wie in einer innerstädtischen Parkanlage, wie den Botanischen Garten – steht es mit der Konzentrationswirkung der Arten? Dass es auch hier etwas zu sehen gibt, ist durch Einzelbeobachtungen bekannt. Seit 2012 brütet ein Grünspecht im Botanischen Garten, diverse Teichhühner sind seit Langem ansässig. Etwa 300 Erdkröten treffen sich in den Teichen jedes Jahr zur Laichablage.

Die Ergebnisse der Erfassungen sollen gleichzeitig dazu genutzt werden, um auch einen zoologischen Aspekt in den Botanischen Garten zu bringen. Wir wollen aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Lebensumwelt von Tieren für den Botanischen Garten ableiten und diese auch in den nächsten Jahren umsetzen. Sei es in der Gestaltung von nahrungsreichen Staudenbeeten für Schmetterlinge oder ein angepasstes Mahdregime für die Magerrasen. Denkbar ist vieles, was aber ohne die Hilfe der Fachleute und das Engagement der Zuschauer nicht umsetzbar ist.

Bei der derzeitig bestehenden Ausbildung in Schule und Hochschule ist die Vermittlung von Artenkenntnis stark in den Hintergrund gerückt. Selbst ausgebildete Biologen verfügen heute kaum noch über eine solide Artenkenntnis. Auch hierzu kann der Tag der Artenvielfalt ein klein wenig beitragen: Wir vermitteln die Freude am Erfassen in der Natur!

 

Am 14. Juni, ab 13 Uhr im Botanischen Garten der Uni Rostock (Hamburger Straße)

 

  • 10.00–13.00 Uhr Bestandserfassung der Flora und Fauna durch Fachleute
  • 13.00 Uhr Offizielle Eröffnung und Vorstellung erster Ergebnisse
  • 14.00 Uhr Führung Botanik
  • 14.00–18.00 Uhr Kinderprogramm zum Thema Wasser, Bäume und Insekten
  • 17.00 Uhr Führung Ornithologie
  • 18.00–20.00 Uhr Geselliges Beisammensein und Austausch auf dem Großen Rasen neben dem Alpinum
  • 20.00–00.00 Uhr Fledermausführung und Fledermausfang

 

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Einladung zum GEO-Tag 2014
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In den Rostocker Wallanlagen 2013

Bestandsaufnahme in Rostocks beliebter Parkanlage im Herzen des Stadtzentrums

Stockenten und Gänseblümchen sieht man bei einem Spaziergang durch die Rostocker Wallanlagen nicht selten. Aber um einen Teich- oder Kammmolch, eine Zwerg- oder Mückenfledermaus zu entdecken, muss man schon genauer hinschauen. Insgesamt 133 Arten konnten die Fachleute des NABU Mittleres Mecklenburg am 15. Juni 2013 beim GEO-Tag der Artenvielfalt bestimmen. Begleitet wurden sie von interessierten Naturfreunden und Kindern, die mit der Naturschutzjugend auf besondere Entdeckungstouren gingen.

Neben Fachvorträgen zur Geschichte, Vegetation und Vogelwelt der Wallanlagen standen vor allem Exkursionen im Mittelpunkt, bei denen die Experten Insekten, Wassertiere, Vögel, Pflanzen und Fledermäuse erkundeten. Eine Ausstellung zum Natur- und Artenschutz im Mittleren Mecklenburg und die offene Umweltbibliothek rundeten das Programm ab.

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Artenliste 2013 in den Wallanlagen
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In der Rostocker Heide 2011

Experten, Kinder und Naturfreunde untersuchen Rostocks größtes Waldgebiet

Rostocks größtes Waldgebiet, die Rostocker Heide, stand beim GEO-Tag der Artenvielfalt 2011 im Fokus der Untersuchungen von NABU und NAJU. Die NABU-Fachgruppen nutzten die Gelegenheit zum fachlichen und menschlichen Austausch untereinander und um ihr Wissen und ihre Leidenschaft an interessierte Bürger weiter zu geben. Insgesamt 38 Teilnehmer konnten gezählt werden. Davon fast ein Drittel unter 27 jährige, ein guter Ansatz für den Artenschützernachwuchs.


Im Ivendorfer Forst 2010

Schwarzstorch und 11 Jahre alte Bartfledermaus in einem Wald bei Bad Doberan

Der Ivendorfer Forst südlich von Bad Doberan verspricht Vielfalt. In Mischwald und Kleingewässern mit vermoorten Bereichen leben die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen. Davon überzeugten sich die Fachleute des NABUs auf ihrer Exkursion zum GEO-Tag der Artenvielfalt am 12. Juni 2010. Mit unterschiedlichsten Methoden wie dem Käfereinsammeln oder dem Elektrofischen rückten sie den Tieren zu Leibe. Eine botanische Führung mit Geruchs-und Geschmacksproben brachte Aufschluss über die Flora am Wegesrand. Einen Höhepunkt bildete der Überflug eines Schwarzstorches bei den ornithologischen Beobachtungen. Aber auch den Fledermausschützern gelang eine kleine Sensation. Ihnen ging eine Bartfledermaus ins Fangnetz, die sie selbst im Jahre 2002 beringt hatten. Da sie damals schon laktierend war (also Milch absonderte), ist davon auszugehen, dass sie mindestens 11 Jahre alt war.

Trotz des etwas trüben Wetters kam der Spaß bei den Forschern auch nicht zu kurz. Besonders die jungen Nachwuchsforscher der Rudi-Rotbein-Gruppe amüsierten sich barfuß hüpfend auf dem Schwingrasen.


In den Warnowwiesen 2006

Exkursionsteilnehmer entdecken das seltene Gemeine Fettkraut wieder

Gleich bei der ersten Teilnahme am GEO-Tag der Artenvielfalt gelang den Exkursionsteilnehmern eine kleine Sensation. Bei ihrer Untersuchung einer Orchideenwiese an der Warnow entdeckten sie das seltene Gemeine Fettkraut (Pinguicula vulgaris) wieder.

Den Impuls zu der Teilnahme am GEO-Tag der Artenvielfalt hatte die NAJU Rostock gegeben, die im Rahmen ihres Projektes "Warnowconnection" junge Naturforscher dazu einlud, die Vielfalt der Fauna und Flora an der Warnow genauer unter die Lupe zu nehmen.

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