Renaturierung des Diedrichshäger Moors

Der NABU sieht die Baumaßnahmen zur Moornaturierung kritisch

Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (HERO) hat als Vorhabenträger von Kompensationsmaßnahmen für die Ansiedlung der Firma Liebherr im Rostocker Hafen mit Baumaßnahmen am Diedrichshäger Moor bei Warnemünde begonnen. Derzeit wird dort die Baustellenzufahrt für umfangreiche Erdarbeiten im Rahmen einer sogenannten „Aufwertung“ des Moores im Sinne des Natur- und Umweltschutzes geschaffen. Der NABU steht diesen Maßnahmen kritisch gegenüber, da sie zwar mit hohen Kosten und Energieaufwendungen verbunden sind, die im Gebiet anstehenden Probleme jedoch nicht nachhaltig zu lösen vermögen. Der Umweltverband hat sich frühzeitig in das Verfahren eingebracht, die naturschutzfachliche Sinnhaftigkeit der planfestgestellten Maßnahmen in Frage gestellt und Alternativen vorgeschlagen, die letztlich aber keine Berücksichtigung fanden. Dass der NABU eine so aufwendige Maßnahme ablehnt, die augenscheinlich dem Naturschutz dienen soll, erscheint ungewöhnlich und erklärungsbedürftig. Wir verweisen deshalb auf unsere Stellungnahmen und Schreiben an das Umweltamt der Hansestadt, aus denen die Kritikpunkte im Einzelnen ersichtlich sind.

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Diedrichshäger Moor: Stellungnahme zur Planfeststellung
NABU HRO DiedrichshMoor PFV Stellungnahm
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Diedrichshäger Moor: Schreiben an Umweltamt 2015
20150626 §64 Diedrichshh.Moor HRO AfUmw
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Diedrichshäger Moor: Antwort Umweltamt 2015
20150708 §64 Diedrichshh.Moor HRO AfUmw
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Diedrichshäger Moor: Pressemitteilung zum geplanten Abgrabungsbeginn im März 2016
20160218_PM_NABU_DiedrichshägerMoor.pdf
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Pressespiegel: NNN über Renaturierung des Diedrichshäger Moors
20160229_PS_NNN_NABU_kritisiert_Renaturi
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Diedrichshäger Moor: Beendigung der Mitarbeit des NABU am Hafenforum
20160302 HRO Hafenforum HRO OB Anschr Au
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NABU beendet Mitarbeit am Hafenforum

Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit ist derzeit nicht gegeben

Das Hafenforum war als Plattform gedacht, die eigentlich gemeinsam und ergebnisoffen den Planungsablauf im Hafenbereich gestaltend begleiten sollte. Die Naturschutz- und Umweltverbände sehen sich in diesem Gremium aber bewusst außen vorgelassen und halten das Hafenforum nicht mehr dafür geeignet, um eine Hafenentwicklung unter vielfältigen Aspekten vor allem mit Blick auf die Erhaltung eines vielfältigen Landschaftspotenzials zielführend begleiten zu können. Als Konsequenz dessen, hat der NABU die Mitarbeit am Hafenforum beendet.

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Hafenforum: Anschreiben an Oberbürgermeister zur Beendigung der Mitarbeit am Hafenforum
20160302 HRO Hafenforum HRO OB Anschr Au
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Umweltverbände enttäuscht über Hafenforum

BUND und NABU kritisieren Einseitigkeit bei der Entwicklung der Hafenerweiterung

Die Umweltverbände BUND und NABU sind unzufrieden mit den einseitigen Ergebnissen des Hafenforums Rostock. „Eine Konfliktbewältigung im Sinne einer gemeinsamen Suche der verschiedenen Interessengruppen nach Lösungswegen oder gar deren Umsetzung zeichnet sich nach vier Jahren nicht ab“, resümiert Ralph Emmerich, Vorsitzender des NABU Mittleres Mecklenburg e.V., enttäuscht.

Anlass zur Kritik ist nun eine geplante Veröffentlichung der HERO, mit einer einseitigen unternehmerischen Sicht auf die Hafenentwicklung. Die Umweltverbände sprechen sich gegen die darin vorgeschlagene Nennung der verschiedenen Interessenvertreter des Hafenforums aus, um so dem falschen Eindruck ihres Einverständnisses mit den HERO-Entwicklungsabsichten entgegenzuwirken.

 

 Gemeinsame Stellungnahme von BUND und NABU

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Hafenforum: Stellungnahme von BUND und NABU
Hafenforum Stellungnahme NABU BUND zu Fl
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