Zukunftswerkstatt "Grüner Pohl"

Montag, 16.3. 17-20 Uhr, HWS-Gelände/NAJU-Garten

(ehem. Schulgarten Am Groten Pohl)

Unsere Ideen für eine gemeinwohlorientierte, grüne Nutzung von 22 ha Grünflächen an der Rostocker Innenstadt

 

Nach einem Überblick über das Gelände und die B-Planung der Stadt, sammeln wir gemeinsam alternative Nutzungsideen/-Konzepte für die bestehenden Grünflächen unter Erhalt der Gärten & Bäume. Mit den Ergebnissen geht es dann gemeinsam weiter z.B. am 19.3. mit Übergaben an OB Madsen und im Forum zum Umwelt- und Freiraum Konzept im Rathaus.

 

Hintergrund:

Die Bürgerschaft fasste 2016 den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan "Wohn- und Sondergebiet am Südring".

Auftrag an die Verwaltung: B-Plan für "attraktives Wohnen und Arbeiten" auf derzeitigen Kleingartenflächen entwickeln.

Begründung: stark steigende Bevölkerungszahl, fehlender Wohnraum, Innenverdichtung statt Außenentwicklung

Doch noch ist nichts endgültig beschlossen!

 

Stand der Gartenflächen heute:

- Ca. 1/3 bereits verfrüht und naturschutzrechtlich unzulässig gerodet

- Ca.1/3 leerstehend und geplündert, aber Räumung u Rodung zzt. unzulässig

- Ca. 1/3 (KGA Pütterweg, HWS, IKG): genutzte Gärten, keine Kündigungen in 2020

 

Erster B- Plan- Entwurf wird z Zt. überarbeitet- Beschlussreife nicht mehr in 2020 -> Baustart unbekannt

 

Der Entwurf sah - bis auf eine grüne Randfläche an den Schienen (~13 %) - eine komplette Bebauung für:

Gewerbe (~27 %), Wohnen (20%), Verkehrsfläche (~19%) und Gemeinbedarf/Bildung/Kultur (20 %) vor.

 

Außer in Form von förmlichen Stellungnahmen im Jan 19, gab es keine Bürgerbeteiligung an der Planung - schon gar nicht frühzeitig.

 

Wir sagen darum: Stopp! Diese Planung ist weder orientiert am Bedarf der Bevölkerung (bezahlbarer Wohnraum, naturnahe Erholungsflächen), noch entspricht sie der aktuellen Bevölkerungsentwicklung und den prioritären Zielen im Klimaschutz. Zudem würde eine Versiegelung dieser großen Grünfläche das Lokalklima der Innenstadt verschlechtern, sowie den Wasserhaushalt und die Artenvielfalt in Rostock weiter schädigen.

 

Stopp B-Planung & Start Beteiligung: für Alternativensuche zum Erhalt der Grünflächen, Gärten und über 2.000 Obst-Bäume

Wir starten am 16.3. unsere eigene Bürgerbeteiligung und laden alle Interessierten ein, zur ersten Zukunftswerkstatt und zum gemeinsamen Weg Richtung Erhalt "Grüner Pohl".

Für Kleines Essen und Getränke wird gesorgt.

Fragen und Anmeldung gerne unter: info(at)naju-rostock.de

Lage: siehe NAJU-Garten

 


Radweg Parkstraße Warnemünde: Kurze Zusammenfassung zum Nachhören

Zum aktuellen Zwischenstand der Planungen zum Radwegbau Warnemünde Parkstraße (12.2.2020) gibt es hier ein LOHRO -Interview mit Juliane vom NABU-Vorstand zum Nachhören. Der NABU Mittleres Mecklenburg unterstützte seit Mitte Dezember die Bemühungen des Ortsbeirates und der Warnemünder BürgerInnen zum Schutz der über 100 Bäume im Warnemünder Küstenschutzwald - hier unsere vorläufige Stellungnahme vom 8.1.2020.

Seit dem 28.1.2020 ist klar: die Bäume im Küstenschutzwald werden bis zum Ende der "Fäll-Saison", also bis zum 29.2.2020 nicht gefällt.

Jetzt sollen Alternativ-Varianten geprüft werden. Vorschläge dazu nehmen das Amt für Verkehrsanlagen, der Ortsbeirat Warnemünde, die Warnemünder Bürgerinitiative "RETTET DEN KÜSTENSCHUTZWALD" und auch wir beim NABU entgegen.


Unsere Klimaforderungen an die Rostocker Bürgerschaft

 In Kurzform:

 

1. Alle Beschlüsse der Bürgerschaft müssen einen Hinweis auf die Klimawirkung und (falls nötig) Maßnahmen zum Klimaschutz beinhalten.

2. Die vorhandenen CO2 Äq – Senken im Stadtgebiet müssen erhalten und neue geschaffen werden:

A: Moore

1. Schutz der vorhandenen Moore bzw. Moor-Flächen

2. Konzepterstellung und zeitnahe Umsetzung (bis 2025) der Wiedervernässung und fachgerechten Renaturierung städtischer Moorflächen

B: Gehölze

1. Erhalt vor Ersatz

2. Äquivalenter Ersatz – entsprechend Kronenvolumen = CO2- Senkungs- & Biotopwert -Kapazität

3. Anpassung an Klimawandel - resiliente Baumarten

4. Holznutzung – statt Verbrennung oder Kompostierung – dauerhafte Verwendung als Bauholz

C Grünflächen

1. Erhalt aller bestehenden Grünflächen

2. Grasflächen sollen extensiv bewirtschaftet werden (soweit rechtskonform)

2. CO2-Aussoß bei Bewirtschaftung allgemein senken

D Entsiegelung

Als geeignet sollten alle Flächen mit ungenutzten Gebäuden und ebenerdige Flächen mit seltener Nutzung eingestuft werden.

E Begrünung von nicht entsiegelbaren Flächen

Begrünung von Fassaden und Dächern muss für alle geeigneten Bestandsgebäude (im Wirkungsbereich der Verwaltung) angestrebt werden.

 

Jede Maßnahme zum Erhalt und der Erweiterung von Grünflächen und Bäumen – in Rostock und weltweit - ist nicht nur zentraler Punkt im Klimaschutz (Netto- Null- Bilanz erreichen), sondern auch essentiell für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels!

In Langform:

 

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NABU_NAJU Forderungen zum Klimanotstand HRO
Dieses Dokument reichten wir zum 10.12.2019 bei der Ideenwerkstatt Klimaschutz im Rathaus ein.
NABU_NAJU Forderungen Klimanotstand HRO.
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Rückblick Mahnwache für den Erhalt der Bäume und Naturräume in Rostock

Vom 20.-25. August 2019 meldete der NABU RV MM eine 6- tägige Mahnwache gegen die fortschreitende Vernichtung von Naturräumen in der Stadt an. Wir standen gemeinsam mit dem Kleingartenverein "Pütterweg" und der "Initiative Kleingärtner Rostock" (IKR e.V. ) und der "BI für eine lebenswerte Südstadt" an einer sehr großen Beispielfläche nahe der Innenstadt: dem 22 ha großen Areal "Groter Pohl". Dort wird derzeit das "Wohn- und Sondergebiet am Südring" geplant.

Zeitgleich mit der Mahnwache startete die vom NABU unterstützte Petition für den Erhalt von Stadtgrünflächen.

Sobald hier 1.900 Unterschriften aus Rostock beisammen sind, wird die Petition der Bürgerschaft vorgelegt.


Nachbesserungen im Artenschutzgutachten konnten nicht alle artenschutzrechtliche Bedenken auslöschen

Wallanlagen: Wo sollen die Gehölzbrüter hin?

Protest gegen Abholzung im Februar 2016
Protest gegen Abholzung im Februar 2016

(18.02.2016) Durch die zahlreichen Gehölzentnahmen sieht der NABU weiterhin einen großen Verlust an Bruthabitaten, die andernorts nicht ausgeglichen und auf Grund der Vielzahl an Rostocker Baustellen auch nicht auf natürlichem Wege kompensiert werden können. Wir fordern den größtmöglichen Erhalt an Gehölzsubstanz oder die Neuschaffung entsprechender Habitate im Innenstadtgebiet bzw. im räumlichen Zusammenhang zur Einhaltung des europäischen Artenschutzes!

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Wallanlagen: Korrekturen reichen nicht aus

Nachbesserungen im Artenschutzgutachten zur Sanierung der Dreiwall- und Heubastion bleiben unzureichend und verstoßen gegen das Artenschutzrecht

(Rostock, 18.10.2015) Die RGS hat die Einwendungen zur Sanierung der Dreiwall- und Heubastion in den Wallanlagen ausgewertet und will die Ergebnisse am Mittwoch dem Ortsbeirat vorstellen. Die dabei versprochenen Nachbesserungen im Artenschutzguthaben reichen nach Ansicht des NABUs jedoch weiterhin nicht aus, um die Rechtssicherheit des Vorhabens zu gewährleisten. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des NABU Regionalverbands Mittleres Mecklenburg e.V.

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Artenschutz in den Wallanlagen in Gefahr

Der NABU nimmt Stellung zu den Sanierungsplänen der Heu- und Dreiwallbastion

Vorstellung der Pläne zur Sanierung der Dreiwall- und Heubastion in den Rostocker Wallanlagen

Durch die geplanten Pflegemaßnahmen in den Wallanlagen gehen im Innenstadtbereich der Hansestadt Rostock die derzeitigen Lebensräume vollständig verloren. So lautet das Fazit des NABU Mittleres Mecklenburg zum von der RGS vorgelegten artenschutzrechtlichen Fachbeitrag. Der Naturschutzverein bemängelt insbesondere die fehlende Sachlichkeit des Gutachtens und fordert eine Neuaufsetzung.

Die vollständige Stellungnahme können Sie hier zum Lesen herunterladen.

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NABU_Hinweise_Wallanlagen_Dreiwall_Heuba
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Unterschriften gegen Abholzungen in Wallanlagen

Umweltverbände kritisieren Pläne zur Sanierung der Heu- und Dreiwallbastion

Foto: rostock-heute.de
Foto: rostock-heute.de

Noch bis zum 30. September 2015 können Einwendungen zur geplanten Umgestaltung der Wallanlagen bei der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS), dem Ortsamt Stadtmitte und dem Amt für Stadtgrün vorgebracht werden.
Die Entwürfe für die Sanierung der Dreiwall- und Heubastion wurden zwar im Ortsbeirat und auf einer Bürgerveranstaltung vorgestellt, sind online jedoch nirgendwo einsehbar. Interessierte, die die beiden Veranstaltungen nicht besuchen konnten, haben somit keine Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Einzig zwei kleine Grafiken auf der Homepage der RGS geben einen Eindruck der Vorher-Nachher-Situation. BUND und NABU kritisieren die geringe Nutzung des Internets zur Information und Beteiligung der Rostocker Bürger. "Der heutigen Zeit angepasst, sollten die Pläne der Umgestaltung zum Download bereit stehen und Einwendungen online abgegeben werden können." kritisiert Maria John, Vorsitzende des NABU Mittleres Mecklenburg.
Die Rostocker Wallanlagen stellen die einzige, innerstädtische naturnahe Grünanlage in Rostock dar. Sie sind durch zahlreiche Bäume und Sträucher gekennzeichnet. Es entstand ein artenreiches Biotop mitten in der Stadt, das vielen Tier- und Pflanzenarten, darunter seltenen Vögeln und Fledermäusen, Lebensraum bietet. "Außerdem können Rostocker und ihre Gäste hier ein einmaliges Stück Stadtwildnis erleben, wie es in sterilen Parks mit exotischen Gehölzen nicht zu sehen ist." schwärmt Thomas Pitsch, Gründungsmitglied der Initiative Rostocker Frühling.
Teile der Rostocker Wallanlagen wurden bereits in den letzten Jahren mit Städtebaufördermitteln im Millionenbereich saniert. Insbesondere am Kanonsberg sowie unterhalb der Petrikirche wurde dabei fast der gesamte Gehölzbewuchs abgeholzt und durch Rasen bzw. bodendeckenden Efeu ersetzt. Statt eines idyllischen Wäldchens, das noch in den 90er Jahren angepflanzt worden war, kann man hier nur noch eine kahle Plattform mit kahlen Hängen erleben.
Naturnahe Gehölze sind vielen Planern aber als sogenannter Wildwuchs ein Dorn im Auge. Die RGS plant für 2016/2017 auch den Bereich der Dreiwall- und Heubastion für 3,5 Mio € den Vorstellungen der Planer und Denkmalpfleger anzupassen.
Die Umweltverbände BUND und NABU, sowie die Initiative Rostocker Frühling wehren sich gegen das Vorhaben und scheinen dabei Gehör bei den Rostocker Bürgern zu finden. Eine aktuelle Unterschriftenaktion sammelte innerhalb weniger Wochen bereits rund 1.000 Unterschriften gegen die geplanten Abholzungen in den Wallanlagen. "Aufgrund der großen Nachfrage und Unterstützung seitens der Bürger, verlängern wir die Aktion bis zum 30. September. Bis dahin können die ausgefüllten Listen an unsere Adresse zurückgeschickt werden" so Susanne Schumacher, Vorsitzende der Rostocker Kreisgruppe des BUND.

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Unterschriften_Wallanlagen_2015.pdf
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Protest gegen Baumfällungen in den Wallanlagen

Umweltverbände sehen Probleme beim Artenschutz durch den Umbau der Wallanlagen

Gemeinsam mit dem BUND Rostock, dem Ökohaus e.V. und der Bürgerinitiative Rostocker Frühling rief der NABU Mittleres Mecklenburg am 22. Februar 2014 zu einem Protest gegen die Abholzung am Eingang der Wallanlagen auf. Hier sollen noch im Februar zahlreiche Bäume und Sträucher gefällt werden. Die Maßnahme ist Teil der Umgestaltung nach denkmalpflegerischen Zielstellungen und der Verbreiterung der Hermannstraße.

 

Bereits eine Woche zuvor wandte sich das Bündnis in einem Brief an den Oberbürgermeister und den zuständigen Senator an die Rostocker Stadtverwaltung. Darin bezweifelte es die Rechtmäßigkeit des Vorgehens. „Das Artenschutzrecht hat offensichtlich keine Berücksichtigung bei den Ausführungsplanungen im Bereich Hermannstraße und Eingang Wallanlage bei der Trinkenden gefunden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

 

Wie der BUND von einem Gespräch Anfang März mit dem Oberbürgermeister und dem Leiter des zuständigen Amtes für Stadtgrün berichtet, sei der Brief auf Unverständnis gestoßen. Mit dem Beschluss eines Pflege- und Entwicklungsplanes (PEP), in dem Kernzonen ausgewiesen werden sollen, in denen Pflegemaßnahmen auf ein Minimum reduziert werden, versucht die Stadtverwaltung entgegenzukommen. Der Entwurf soll im April der Bürgerschaft vorgelegt werden.

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Der Originalbrief als PDF
Wallanlagen_Artenschutz_Brief_an_OB_u_Se
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Im Juni 2013 hatte der NABU Mittleres Mecklenburg mit Vertretern seiner Fachgruppen, der NAJU und weiteren Naturfreunden die Artenvielfalt der Wallanlagen unter die Lupe genommen.

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