Der NABU als Teil des Offenen Rostocker Meeresmüllstammtisches

In Rahmen seines Umweltbildungsprojektes "Natur- & Erlebnisraum Warnow-Ästuar" engagiert sich der NABU Mittleres Mecklenburg e.V. seit der ersten Stunde beim Offenen Rostocker Meeresmüllstammtisch.

Die junge Initiative, hinter der mehr als 30 lokale Vereine, Organisationen, Institutionen, Unternehmen und engagierte Privatpersonen stehen, macht sich stark für abfallfreie Strände, Warnow und Ostsee.

 

Dabei leisten wir einen aktiven Beitrag in Rostock, zeigen Probleme mit kreativen Methoden auf (Stichwort Küstenputztage, Fotowettbewerb und Freiluftausstellung) und möchten mit der gewonnenen Aufmerksamkeit für das Problem zu einem Umdenken bei Rostocker*innen, Tourist*innen, aber eben auch bei den verantwortlichen Stellen in der Hansestadt Rostock sorgen.

 

Denn die Warnow ist unsere Lebensader - saubere Strände und eine gesunde Ostsee unser wertvollster Schatz, den es zu schützen gilt.


Interview mit Radio LOHRO 90,2

Das Projekt "Natur- & Erlebnisraum Warnow-Ästuar" war mit dem Rostocker Meeresmüllstammtisch zu Gast bei Radio LOHRO 90,2

Wieso engagieren wir uns beim Rostocker Meeresmüllstammtisch? Wer steckt hinter dem Rostocker Meeresmüllstammtisch? Wie kam es zur Meeresmüll-Ausstellung in den Schaufenstern Rostocks? Wofür setzt wir der Rostocker Meeresmüllstammtisch ein und wie kann man ihn unterstützen? Diese und einige andere Fragen beantworten euch Sabine Krüger (RENN.nord) und Rebecca Kain (NABU) stellvertretend für den Offenen Rostocker Meresmüllstammtisch im Interview bei LOHRO 90,2 - hört mal rein!


Freiluftausstellung zum Thema        "Meeresmüll an Rostocks Ufern" eröffnet

Stolz übergeben Nicola Boll (BUND), Luke Seemann  (BUND), Rebecca Kain (NABU), Mai Wolters (Designerhafen) und Sabine Krüger (RENN.nord) ihre Ausstellung an Holger Matthäus (Senator für Bau und Umwelt HRO)
Stolz übergeben Nicola Boll (BUND), Luke Seemann (BUND), Rebecca Kain (NABU), Mai Wolters (Designerhafen) und Sabine Krüger (RENN.nord) ihre Ausstellung an Holger Matthäus (Senator für Bau und Umwelt HRO)

Passend zum Weltumwelttag eröffnete der Offene Rostocker Meeresmüllstammtisch, am Freitag, den 5. Juni seine Freiluftausstellung zum Thema „Meeresmüll“.
Bei der kleinen Eröffnungsfeier vor dem Rostocker Rathaus waren, neben Vertreterinnen der jungen Rostocker Initiative auch der Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock, Holger Matthäus, anwesend. Im Schaufenster des Rathausanbaus findet man gleich den ersten Teil dieser Ausstellung. Auch Jens Körner von den Stadtwerken Rostock ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung dabei zu sein, denn auch das Schaufenster im Haus der Stadtwerke ist eines von rund 20 Schaufenstern in Innenstadt und KTV, in denen die Ausstellung für die kommenden vier Wochen zu sehen sein wird.

Anfang des Jahres rief der Meeresmüllstammtisch zu einem Fotowettbewerb auf. Viele fleißige Menschen sammelten rund um Neujahr neben den Hinterlassenschaften der Silvesternacht so auch eindrucksvolle Fotos. Kreativ ausgestellt werden diese Fotos nun in einer Freiluftausstellung in vielen Rostocker Schaufenstern.

 

Jedes Plakat betont unterschiedliche Aspekte von Meeresmüll: ein mit Konfetti übersäter Strand, zertrampelte Dünen mit Feuerwerksresten in Warnemünde, Müll im Stadthafen oder fröhliche Stand-Up-Paddler'innen, die auf der Warnow schwimmenden Müll einsammeln.
„Wir wollen mit z.T. überraschenden individuellen Sichtweisen Müllprobleme vor Ort zeigen und zum Mitmachen aufrufen;“ sagt Rebecca Kain vom NABU Mittleres Mecklenburg e.V., die mit RENN.nord, BUND und anderen Akteuren die Ausstellung vorbereitet hat. „Dabei wollen wir jedoch keine Müllsammelexperten werden, sondern zum Nachdenken anregen und Veränderungen anstoßen.“, so Kain weiter. Als Projektkoordinatorin eines Umweltbildungsprojekte rund um das Warnow-Ästuar liegt ihr die Lebensader Rostocks besonders am Herzen. Denn was am Müll in der Warnow landet, wird mit Wind & Wellen in die Ostsee getrieben und schadet der Umwelt für Jahrhunderte.

 

Die Idee einer Freiluftausstellung ist im Zuge der Corona-Krise aufgekommen und wurde von vielen Seiten direkt unterstützt. Auch das Schaufenster von OIKOS im Barnstorfer Weg wird einer der rund 20 Ausstellungsorte sein. "Wir unterstützen die Ausstellung des Meeresmüllstammtischs, weil wir für die existierenden Möglichkeiten zu mehr Nachhaltigkeit vor Ort sensibilisieren wollen." sagt Sten Dumaschefski, der in seinem Laden fair gehandelte Mode verkauft.

 

 Die 194 Staaten der Vereinten Nationen haben bereits 2015 mit der „Agenda 2030“ verschiedene wichtige Ziele, wie Klima - und Meeresschutz, beschlossen. „Mit dieser ungewöhnlichen Ausstellung wollen wir uns hier in Rostock konkret für unsere schöne und saubere Küste einsetzen und mit visueller Unterstützung von Hobbyfotografen zum Müllvermeiden einladen. Entsprechende Hinweise sind auf jedem Poster zu finden“, erklärt Sabine Krüger von RENN.nord.


Kinder können in den liebevollen Illustrationen verschiedene Meeresbewohner auf den großformatigen Plakaten entdecken und Tipps zur Müllvermeidung im Alltag finden.

 

In rund 20 Schaufenstern, darunter das der Rostocker Stadtwerke, des Fanshops der Seawolves, Green Goldi Unverpackt und des Rathauses, wird es die Ausstellung unter freiem Himmel für rund vier Wochen zu erleben geben. Auch ein kunstvoller „Mahn-Wal“, der anläßlich des Klimaaktionstages mit gesammelten Meeresmüll gefüllt und aktuell am ROST DOCK im Stadthafen ausgestellt wird, macht auf die Problematik aufmerksam.

 

Wie viele Möwen haben wir versteckt?

Als Anreiz, sich alle Plakate der Ausstellung anzusehen, gibt es einen kleinen Clou: auf einigen Plakaten sind Möwen versteckt. Wer also alle Möwen zählt und die Antwort an rostocker_meeresmuell@posteo.de sendet, hat die Chance auf eine kleine, natürlich nachhaltige Aufmerksamkeit.
Auch bei der Ausstellung selbst wurde auf lokale Unternehmen und Nachhaltigkeit gesetzt. Gestaltet wurden die Plakate der Rostocker Werbeagentur Designerhafen, einem Team aus freiberuflichen Gestaltern, getragen von der Dipl. Grafikdesignerin Mai Wolters (www.designerhafen.com).
Gedruckt wurden die Plakate auf Wabenkernpappen und Papier in der Replikfabrik von Klaus Teumer (www.replikfabrik.de).

 

Einen ersten Eindruck von der Ausstellung und die vollständige Liste der beteiligten Schaufenster werden ab 5. Juni 2020 auf der Homepage www.rostocker-meeresmüll.de aufgeführt.