Natur schützen kann jede/r

Mit Naturschutzgebieten werden besondere Lebensräume erhalten.

Diese Lebensräume sind das Zuhause von seltenen Pflanzen und Tieren. Tiere nutzen die Gebiete, um sich hier auszuruhen, zu fressen und ihren Nachwuchs großzuziehen.

 

Im Naturschutzgebiet soll es seltenen Tieren und Pflanzen gut gehen.

Dies ist ihr zu Hause und ihr einziger Rückzugsort in einer stark von Menschen genutzten Gegend. Um den Tieren und Pflanzen zu helfen, ist einiges im Naturschutzgebiet zu beachten. Manche Bereiche dürfen nicht betreten werden.

Die wichtigsten Regeln im Naturschutzgebiet "Riedensee"

  • Menschen oder Hunde, die Wege verlassen, zertreten Pflanzen und scheuchen Tiere auf.
  • Fahrzeuge oder Pferde zerstören Lebensräume im Naturschutzgebiet.
  • Feuer und Lärm schaden Tieren und Pflanzen.
  • Schmutziges Wasser und weggeworfener Müll vergiften Tiere und Pflanzen.
  • Zeltende Menschen nehmen Tieren nachts die Ruhe.
  • Drachen oder Kite-Schirme wirken wie große Greifvögel auf kleinere Tiere und verjagen sie.
  • Von Menschen veränderte Wasserstände zerstören Lebensräume.

Am Riedensee brüten Sandregenpfeifer

Sandregenpfeifer sind Vögel.

Sie legen ihr Nest als flache Mulde im Sand an. Nest, Eier und Küken sind gut getarnt. Spaziergänger oder Pferde können sie leicht übersehen und zertreten. Hunde können die Nester aufspüren oder die Vögel und Küken jagen. Für die Vögel ist es deshalb wichtig, dass abgesperrte Bereiche nicht betreten werden und Hunde angeleint bleiben.

 

Sandregenpfeifer brüten nur noch sehr selten in Mecklenburg-Vorpommern (M-V).

Sie sind in M-V vom Aussterben bedroht, ihr Bestand nimmt stark ab.

Am Riedensee lebt ein sehr seltener Käfer

Foto Käfer Meerstrand-Ahlenläufer
Der Käfer "Meerstrand-Ahlenläufer" im Naturschutzgebiet Riedensee ist gut getarnt und sehr klein. Foto: R. Kain

Der Käfer heißt Meerstrand-Ahlenläufer.

Für ihren Nachwuchs bauen die Käfer Röhren in den Sand. Eine Röhre im Sand ist sehr zerbrechlich. Ein Tritt mit Fuß, Pfote oder Huf kann die Röhre zerstören. Für das Überleben der Käfer ist es deshalb wichtig, dass abgesperrte Bereiche nicht betreten werden.

 

Der Käfer mit dem Namen Meerstrand-Ahlenläufer ist weltweit gefährdet und vom Aussterben bedroht.

Der Riedensee ist weltweit eines der letzten Gebiete, wo der Käfer noch vorkommt. Weil er sehr klein ist und nicht fliegen kann, fällt es ihm schwer, sich auszubreiten. Gebiete, die weit entfernt liegen, kann er nicht erreichen. Ein ungestörtes Zuhause am Riedensee ist für ihn deshalb überlebenswichtig.

Bitte hilf mit

Bitte hilf mit, den Lebensraum und das Leben der Tiere und Pflanzen am Riedensee zu erhalten. Beherzige diese einfachen Regeln. Vielen Dank.

 

Möchtest du mehr über den Riedensee erfahren? Melde dich gerne bei uns:

 

NABU – Naturschutzbund Deutschland

Regionalverband Mittlers Mecklenburg e.V.

Hermannstr. 36, 18055 Rostock

Telefon: 0381 – 4903162

E-Mail: info[at]nabu-mittleres-mecklenburg.de

 

Wer mehr über die Regeln des Naturschutzgebietes „Riedensee“ wissen möchte findet diese in der Schutzgebietsverordnung.