Aktuelles zu Riedensee & Hellbach-Mündung

Auf dieser Seite informieren wir über Aktionen, Termine und Interessantes aus den Projektgebieten.

Küstenputz im Naturschutzgebiet Riedensee

Erfolgreiche Müllsammel-Aktion mit 24 Helfer:innen

Foto mit Kabelbergung
Auch Kabelreste wurden beim Coastal Cleanup am 18.09.2021 am Strand des NSG "Riedensee" geborgen.

Anlässlich des internationalen Coastal Cleanup Days riefen die Grünen (Ortsgruppe Kühlungsborn) und der NABU Mittleres Mecklenburg e.V. zum Müll sammeln am Strand des Naturschutzgebietes „Riedensee“ auf. Der Fokus der interaktiven Umweltbildungsveranstaltung lag dabei auf jeglicher Art von Kunststoffen, da daraus die meisten Umweltprobleme resultieren.

Dank des Einsatzes von Handwagen, Spaten und Bolzenschneider konnten auch sperrige und schwere Objekte geborgen werden, wie beispielsweise alte Eisenteile und Kabelreste. Kabel, die sich nicht aus dem Boden ziehen ließen, wurden ein Stück weit ausgegraben und dann mit dem Bolzenschneider abgetrennt. So konnten wenigstens die oberirdischen, der Verwitterung preisgegebenen Mikroplastikquellen geborgen und vom Strand des Naturschutzgebietes entfernt werden. 

Zuletzt wurde alles gewogen - beachtliche 139 Kilogramm Müll wurden durch die fleißigen Helferinnen und Helfer aus der Natur entfernt. Die fachgerechte Entsorgung übernahm der Bauhof der Stadt Kühlungsborn.

 

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt!


Natur erleben am Riedensee

Kleine Wanderung mit Infos rund um den faszinierenden Strandsee

Foto Riedensee März 2019
Jeden Tag anders: der Riedensee

Eine kleine Natur-Wanderung führt zum Naturschutzgebiet „Riedensee“. Der Weg verläuft in Richtung Strand und Riedensee und während mehrerer Stopps erfahren die Gäste etwas über das Naturschutzgebiet, seine Tiere, Pflanzen und besonderen Lebensräume. Der intakte Strandsee zwischen Kägsdorf und Kühlungsborn ist der letzte seiner Art an der südlichen Ostsee.

 

Durchgeführt wird die Wanderung vom NABU Regionalverband „Mittleres Mecklenburg“ e. V. im Rahmen des LEADER-Projektes „Aktiv für den Riedensee“.  Wer mag, kann ein Fernglas mitbringen. Die Veranstaltung dauert ca.  2 Stunden und ist für Erwachsene und Kinder ab 7 Jahren geeignet.

 

Anmeldungen und Buchungsanfragen bitte an den NABU Regionalverband „Mittleres Mecklenburg" e. V. richten, per Mail: info [at] nabu-mittleres-mecklenburg.de oder telefonisch (0381) 4903162, Ansprechpartner: Joachim Springer.

Strand-Detektive ermitteln

Der Natur auf der Spur im NSG Riedensee

Sandregenpfeifer im NSG Riedensee
Wer versteckt sich am Strand des NSG Riedensee?

Gemeinsam ermitteln wir am Strand. Dort spülen uns die Wellen Geheimnisvolles vor die Füße: Teile von Tieren,  Steine und kleine Schätze. Finde heraus, welche Steine schwimmen können, wie man sich ohne Versteck versteckt oder wer der beste lebende Sandfänger an unseren Küsten und im Naturschutzgebiet Riedensee ist.

Mit Becherlupe und Experimentier-Set machen wir uns auf den Weg:

 

Dauer ca. 2 Stunden

Anmeldungen und Buchungsanfragen bitte an den NABU Regionalverband „Mittleres Mecklenburg" e. V. richten, per Mail: info [at] nabu-mittleres-mecklenburg.de oder telefonisch (0381) 4903162, Ansprechpartner: Joachim Springer.

Tipps für weitere Ausflugsziele

Neben einem Ausflug zum Riedensee oder zur Hellbach-Mündung lohnt sich auch ein Abstecher zum Heimatmuseum in Rerik mit einer Fossiliensammlung zum einstigen Leben in der Ostsee oder zur

Kunsthalle in Kühlungsborn mit wechselnden Ausstellungen.

Umweltminister bedankt sich

für die Beseitigung von Müll und Mikroplastik an Salzhaff und Hellbach-Mündung

Brief des Umweltministers

Zelte im NSG "Riedensee"?

Projekt zur Insektenforschung geht in die dritte Runde

Foto Malaise-Fallen im NSG Riedensee
Malaise-Fallen im und am NSG Riedensee

Nein, das Zelten im Naturschutzgebiet "Riedensee" ist natürlich nicht gestattet. Wer im Südwesten des Schutzgebiets dennoch kleine, weiß-schwarze Zelte entdeckt, darf seinen Augen ruhig trauen. Bei den Gebilden aus Stoff und Stäben handelt es sich um Malaise-Fallen, die hier zu Forschungszwecken errichtet wurden. Sie sind Teil eines deutschlandweiten Projektes, mit dem unsere Insektenwelt genauer erforscht werden soll.

Mehr Informationen

Beeindruckendes Naturschauspiel

Küstendynamik pur im NSG Riedensee

Dass der Riedensee ein Ort hoher Küstendynamik ist, wurde uns in diesem Frühjahr einmal mehr eindrucksvoll vor Augen geführt. Bei Winterstürmen war Meerwasser in den Riedensee geschwappt und hatte dort für hohe Wasserstände gesorgt. Zugleich türmten die Wellen Strandwälle aus Sand und Kies auf, so dass kein Wasser mehr zurücklief. In den letzten Tagen änderte sich das aber wieder:  ein Teil des im Strandsee eingestauten Wassers lief durch eine Rinne an der Durchbruchstelle zwischen Ostsee und Riedensee ab. Der Wasserspiegel im Riedensee sank.

Nun schauen sandig-kiesisge Ufer und Inselchen im Riedensee aus dem Wasser. Diese "Kinder der Küstendynamik" machen das Naturschutzgebiet so wertvoll. Die Sandzungen und -inseln im Riedensee sind nicht nur ideale Plätze für rastende Vögel. Sie sind das Zuhause hoch spezialisierter Tiere und Pflanzen, die an sandigen Stränden unserer Meeresküsten beheimatet sind. Aufgrund der intensiven touristischen Nutzung und durch Küstenschutzmaßnahmen sind viele dieser Lebewesen selten geworden oder verschwunden. 

Nur Dank der natürlichen Dynamik im NSG Riedensee entstehen hier die wertvollen, sandig-salzigen Küstenlebensräume. Mit Hilfe von Maßnahmen zur Besucherlenkung bleiben diese störungsempfindlichen Areale betretungsfrei und bieten den seltenen Sandstrandbewohnern geeigneten Lebensraum. Zu diesen zählt z. B. der hochgradig gefährdete Laufkäfer "Bembidion pallidipenne", zu deutsch "Meerstrand-Ahlenläufer" (siehe Artikel unten).

05.04.2021

 Sandufer und Inseln im Riedensee
Sandufer und Inseln im Riedensee im April 2021

Bedrohter Käfer im NSG Riedensee geschützt

Sie sind winzig klein und doch ein echtes Highlight im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Riedensee“: die Meerstrand-Ahlenläufer. Europaweit sind diese nur wenige Millimeter großen Laufkäfer vom Aussterben bedroht. Am Riedensee hat sich der Bestand erholt, was aktuelle Untersuchungen ergaben. Das ist ein toller Erfolg, denn nur durch gezielte Schutzmaßnahmen krabbeln heute wieder viele der seltenen Käfer über den Sand am Strandsee.

Meerstrand-Ahlenläufer (Bembidion pallidipenne) im NSG Riedensee, Foto: W.-P. Polzin
Meerstrand-Ahlenläufer (Bembidion pallidipenne) im NSG Riedensee, Foto: W.-P. Polzin

Wie der Name des Meerstrand-Ahlenläufers andeutet, ist der Käfer ganz und gar auf Meeresküsten mit Sandstränden angewiesen. Die Larven entwickeln sich im feuchten, salzigen Sand, was aber nur gelingt, wenn dieser nicht betreten und die Brutröhren nicht zerstört werden. Überall sind Sandstrände beliebte Erholungsgebiete und unterliegen starker Trittbelastung, wo der Laufkäfer keine Entwicklungschance hat. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckte sich einst entlang der europäischen Küsten von Portugal bis in den Ostseeraum.

Der Lebensraum des Meerstrand-Ahlenläufers auf der Landzunge im Riedensee. Der Zaun dient als Besucherlenkung. Foto: R. Kain
Der Lebensraum des Meerstrand-Ahlenläufers auf der Landzunge im Riedensee. Der Zaun dient als Besucherlenkung. Foto: R. Kain

Im Naturschutzgebiet zwischen Kühlungsborn und Kägsdorf ist der Meerstand-Ahlenläufer noch zu Hause, weil der Strandsee über eine große Besonderheit verfügt: Bei Sturmfluten strömt Meerwasser in den lagunenartigen See und lagert dabei breite Sandfächer ab. Dadurch wird der Strand in den Riedensee hinein verlängert. Im Rahmen des LEADER geförderten Projektes „Aktiv für den Riedensee“ gelang es den Beteiligten in Zusammenarbeit mit der Stadt Ostseebad Kühlungsborn, der Gemeinde Bastorf und der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock diese sensiblen Bereiche wirksam zu schützen. Ein doppelter Zaun dient als Besucherlenkung und sorgt dafür, dass der Lebensraum der bedrohten Käfer nicht betreten wird. „Von der Maßnahme profitieren auch zahlreiche andere Tiere wie beispielsweise Vögel, die dort einen ungestörten Rastplatz vorfinden“ weiß Schutzgebietsbetreuerin Rebecca Kain zu berichten.

 

Die Naturschützer sind voller Hoffnung: Die Schutzbemühungen haben sich als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Womöglich kann der Meerstrand-Ahlenläufer vom Riedensee aus derzeit verwaiste Strände wieder besiedeln, wenn auch dort Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

 

Wer mehr über den seltenen Käfer, Tiere, Pflanzen und Lebensräume des NSG „Riedensee“ erfahren möchte ist herzlich eingeladen zu den nächsten Führungen: 29.07. und 12.08. 2020, 10:00 Uhr, Parkplatz am Ende der Waldstraße in Kühlungsborn West. Anmeldung erbeten: info[at]nabu-mittleres-mecklenburg.de oder 0381-4903162.

 

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Über 1500 Kilometer bis zum Riedensee zurückgelegt

Beringter Vogel am Riedensee gesichtet

Beringter Sandregenpfeifer im NSG Riedensee, Foto: D. Wohlert
Beringter Sandregenpfeifer im NSG Riedensee, Foto: D. Wohlert

Eine spannende Entdeckung

Rebecca Kain und ihr Begleiter Dennis Wohlert sind verblüfft: täuscht das Licht oder hat der kleine Watvogel am Strand im Naturschutzgebiet Riedensee tatsächlich bunte Beine? Rebecca Kain ist als Rangerin in einem LEADER-geförderten Projekt des NABU Mittleres Mecklenburg e. V. tätig. Bei ihren regelmäßigen Rangerrunden hält die Biologin Ausschau nach Brutvögeln und freut sich nun über eine besondere Entdeckung. Am Strand des Naturschutzgebietes zwischen Kühlungsborn und Kägsdorf kommt der seltene Sandregenpfeifer vor. Der sandfarbene Vogel ist gut getarnt, so dass man ihn meist zuerst hört und dann sieht. Dieser aber trägt neben seinem Federkleid noch bunte Farbringe an den Beinen. Ein solcher Fund ist immer spannend, erläuteret die Rangerin.


Was die Ringe verraten
Gelingt es die Farbringe abzulesen, kann man über eine Beringungszentrale einiges über den Vogel herausfinden. Da die Kombination der Farbringe einmalig ist, können Sichtungen dem selben Tier zugeordnet werden. Und genau so ist es auch bei dem Sandregenpfeifer im NSG Riedensee. Deutschlandweit ist die Art vorm Aussterben bedroht. Mit einem Beringungsprojekt können die Vögel genauer erforscht werden. Dennis Wohlert meldet den Ringfund über das Internet. Einige Tage später erhält er Antwort aus dem NABU-Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn. Der Sandregenpfeifer wurde im letzten Sommer als 15 Tage altes Küken an der Schleswig-Holsteinischen Küste beringt. Dort wurde er noch einige Male gesichtet, bis der Zugvogel sich zum ersten Mal in seinem noch jungen Leben auf den Weg in ein Winterquartier begab. Lange wurde der Sandregenpfeifer nicht gesichtet. Anfang März trudelte dann endlich eine Meldung von der Westfranzösischen Atlantikküste ein. Über 1500 km entfernt, südlich von La Rochelle, gelang es den Sandregenpfeifer zu beobachten und seine Farbringkombination abzulesen. Die nächste Sichtung fand dann Mitte Mai hier im Natuschutzgebiet Riedensee statt. Inzwischen wurde der beringte Watvogel dabei beobachtet, wie er mit einem Partner kleine Nestmulden am Strand angelegt hat.

Unscheinbare Nistmulde des Sandregenpfeifers im NSG Riedensee, Foto: R. Emmerich
Unscheinbare Nistmulde des Sandregenpfeifers im NSG Riedensee, Foto: R. Emmerich

Hilfe für den Sandregenpfeifer
Die Nester der Sandregenpfeifer sind kaum zu erkennen. Das sei Fluch und Segen zugleich, meint Rebecca Kain. Für natürliche Feinde bleibt das Nest der Vögel zwar meist verborgen, Strandbesucher tappen jedoch ungewollt in den Nestbereich, was verheerende Folgen haben kann. Zum Glück hat die Rangerin auch einen Tipp für Spaziergänger am Strand parat: Wer dicht an der Wasserkante entlangläuft und seinen Hund ordnungsgemäß anleint, tut den bedrohten Vögeln einen großen Gefallen. Ihre Nester legen die Sandregenpfeifer meist an den oberen Strandbereichen an. "Drücken wir den seltenen Sandregenpfeifern die Daumen, dass ihre Brut am Riedensee erfolgreich verläuft", resümiert Rangerin Rebecca Kain, die den kleinen Watvogel in ihrem Projektgebiet ganz besonders unter ihre Fittiche genommen hat.

Wer mehr über das Naturschutzgebiet Riedensee und seine interessante Tier- und Pflanzenwelt erfahren möchte, ist eingeladen eine Führung mitzumachen, z.B. am 26. Juni, 16:00 Uhr ab Kägsdorf/Scheunenkiosk oder dem 1. Juli, 10:00 ab Kühlungsborn-West, Parkplatz Ende der Waldstraße (Voranmeldung bitte unter info[at]nabu-mittleres-mecklenburg.de oder 0381-4903162).

Spannendes Naturschauspiel am Riedensee

Offener Durchbruch zwischen Ostsee und Riedensee

Bei einer kleinen Sturmflut Ende Januar 2020 rollten die Wellen der Ostsee über Strand und Dünen in den Riedensee hinein. Der Wasserstand im Riedensee stieg an, auch angrenzende Salzwiesen wurden überflutet. Nach Sturmtief Sabine sah es am Riedensee aber schon wieder ganz anders aus: Eine Tiefe Rinne hat sich an einer Durchbruchstelle zwischen Meer und Riedensee gebildet, durch die nun das Wasser in die Ostsee fließt. Der Wasserstand des Strandsees sank mittlerweile stark und hat einen breiten Sandfächer freigelegt. (Zum Video)

 

Veränderungen durch Sturmereignisse kommen am Riedensee immer wieder vor und prägen das Gebiet. Der letzte Durchbruch am Riedensee erfolgte vor über einem Jahr bei den Strumfluten Anfang Januar 2019. Dieser wurder aber durch Sandumlagerungen von der Ostsee bald wieder geschlossen. "Wie sich die Situation dieses Jahr entwickeln wird, bestimmen Wind und Wellen" sagt Rangerin Rebecca Kain, die die Vorgänge im Naturschutzgebiet Riedensee aufmerksam beobachtet. Dass sich Naturkräfte hier frei entfalten dürfen, ist die große Besonderheit des Schutzgebietes, erklärt die Schutzgebietsbeauftragte weiter. Andernorts wurden Dämme, Deiche und andere Küstenschutzbauwerke errichtet. Über den neu entstandenen Sandfächer  im Riedensee freut sich Rebecca Kain besonders. Diese natürliche "Strandverlängerung" ist der Lebensraum von weltweit gefährdeten Käfern und seltenen Brutvögeln.

 

Das faszinierende Naturschauspiel am Riedensee können Sie sich bei einem Strandspaziergang im Naturschutzgebiet zwischen Kühlungsborn und Kägsdorf anschauen. Je nach Wasserstand kann die Rinne aber unpassierbar sein. Beachten und respektieren Sie bitte den Schutzzaun, denn Vögel nutzen den Sandfächer hinter dem Zaun zur Rast. Vielen Dank!

Erneuerter Dünenzaun im NSG Riedensee

schützt sensible Natur und dient der Besucherlenkung

Erneuerter Dünenzaun im NSG Riedensee
Erneuerter Dünenzaun im NSG Riedensee

Mit Ferienbeginn und Start der Hochsaison am Strand steht die Reparatur des Dünenzauns im Naturschutzgebiet Riedensee zwischen Kühlungsborn und Kägsdorf kurz vor ihrem Abschluss. Im Januar hatten Sturmfluten den Zaun erheblich beschädigt. Der NABU begrüßt die Instandsetzung durch die Stadt Kühlungsborn, denn hinter dem Zaun liegen besonders wertvolle und sensible Biotope wie Dünen, Brackwasserröhrichte und der Strandsee Rieden. Seltene, an solche Brackwasser- und küstentypischen Lebensräume angepassten Pflanzen- und Tierarten, die deshalb nur hier leben können, sollen dadurch besser geschützt werden. Beispielsweise braucht der Sandregenpfeifer, der seit Jahren versucht im Gebiet zu brüten, störungsarme Sand- oder Geröllflächen in Meeresnähe. Auch bestimmte Insekten (z.B. Laufkäfer) oder Spinnen benötigen unbedingt betretungsfreie Areale für die Fortpflanzung und damit den Erhalt der Vorkommen.

 

 Nun kann der Zaun entlang eines Informationspfades zum Riedensee wieder seine besucherlenkende Aufgabe erfüllen und dazu beitragen, sensible Bereiche zu schützen. Stellen, an denen illegale Trampelpfade in das Schutzgebiet führten, wurden zusätzlich mit Baumstämmen abgeriegelt. Aufgrund von touristischen Strandverbesserungsmaßnahmen mit Buhnenbau und Sandaufspülungen im Ostseebad Kühlungsborn 2012/2013, verpflichtete sich die Stadt einen Informationspfad, den Dünenzaun und Beobachtungsplattformen im NSG Riedensee zu errichten und zu pflegen. Die nun durchgeführte Wiederherstellung erfolgte in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock und dem NABU. Derzeit prüft die untere Naturschutzbehörde die Aufstellung weiterer NSG-Schilder, die auf das Naturschutzgebiet und damit verbundene Verhaltensregeln hinweisen.

Umweltverbände begrüßen Beseitigung des „Kugelfangs“ am Riedensee

Kägsdorf/Kühlungsborn, 12/2018. Im Naturschutzgebiet Riedensee ist in den letzten Wochen die bei Ortsansässigen als „Kugelfang“ bekannte Schutt- und Abfallablagerung zwischen Ostsee und Riedensee beseitigt worden. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) hat in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock diesen Störkörper an der Küste endgültig abtragen und ordnungsgemäß entsorgen lassen. „Das begrüßen wir ausdrücklich“ sagt Joachim Springer, der beim NABU Projektleiter für das Projekt „Aktiv für den Riedensee – Bildung, Aufklärung und Schutz“ ist. „NABU und BUND haben sich in den letzten Jahren für die Beseitigung des „Kugelfangs“ eingesetzt und freuen sich jetzt über die Beseitigung der Gefahr und die naturnahe Wiederherstellung dieses Küstenabschnittes.“

Zuletzt hatte die Sturmflut vom 4./5. Januar 2017 diese Altlast angeschnitten und ihr Inventar, das unter anderem aus Bauschutt, Schrotteilen, Kunststoffabfällen und nicht zuletzt aus massenhaft Asbestbruchstücken bestand, dem Zugriff der Ostsee zugänglich gemacht. Damit nicht weiterhin gerade auch Kunststoffabfälle oder Asbest auf den Strand und in das Meer gelangen, war die vollständige Beräumung dringend nötig. Mit dem Rückbau dieser Altlast setzt das StALU MM auch eine Maßnahme der FFH-Managementplanung des gleichnamigen FFH-Gebietes um.

Wellen erreichen den Schuttberg im NSG Riedensee
2017: Bei einer Sturmflut im Januar reichen die Wellen bis an den Schutt- und Abfallberg und beginnen ihn abzutragen.
2018: Der Schuttberg im NSG Riedensee wurde entsorgt.
2018: Der Schutt- und Abfallberg im Naturschutzgebiet Riedensee wurde entsorgt.