Naturschutz-Sonderpreis bei Jugend forscht

NABU und NAJU zeichnen zwei Schülerinnen für ihre Vorschläge zur Vereinbarkeit von Verkehrssicherheit und Naturschutz aus

Seit 2014 unterstützten NABU und NAJU junge Forscher und Wissenschaftlerinnen bundesweit bei den  Landeswettbewerben von Jugend forscht mit Sonderpreisen. In Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die NAJU Rostock den Preisträger und überreicht die Auszeichnung bei der Preisvergabe des Landeswettbewerb in der Stadthalle.  Der Sonderpreis ist mit 200 Euro dotiert. Er soll junge Menschen motivieren, die sich in ihren naturwissenschaftlichen Projekten mit der Erforschung und dem Erhalt der biologische Vielfalt sowie dem Naturschutz beschäftigen.

 

Website Jugend forscht Landeswettbewerb Mecklenburg-Vorpommern


Preisträger

2019: Stadtklimabestimmung durch Flechtenkartierung mithilfe einer App

 

Carl Neumann, Simon Kukuk und Ngoc My Ngan Tran vom Innerstädtischen Gymnasium in Rostock haben eine App zur Flechtenbestimmung entwickelt. Nach dem Citizen-Science-Prinzip ist es jedem Nutzer möglich die Daten von bebobachteten Flechten zur Auswertung weiterzugeben, auf Grundlage derer eine Heatmap erstellt werden kann, die eine genaue Verteilung der Qualität des Stadtklimas sichtbar macht.


2018: Mikroplastik - Alter Strom, neue Probleme

 

Alina Guljam, Franka Freytag und Lara Jessica Stoklasek vom Innerstädtschem Gymnasium in Rostock beschäftigen sich mit der Frage, welche Partikel die Warnow verschmutzen, ob diese zu differenzieren sind und inwiefern der Standpunkt eine Rolle spielt. Sedimentproben, die am Alten Strom genommen wurden, werden mittels der Ramanspektroskopie analysiert und so die Inhaltsstoffe zugeordnet.


2015: Holz aus dem Backofen

Beim Landeswettbewerb von Jugend forscht MV 2015 überreichten wir den NABU-Sonderpreis an Broder, Andy und Ludwig aus Waren. Sie haben ein thermisches Verfahren entwickelt, mit dem sie einheimisches Holz widerstandsfähiger machen. Tropisches Holz kann so da bleiben, wo es hingehört: im Regenwald.


2014: „Zukunft der Straßenbäume am Beispiel der Straßen in der Gemeinde Sanitz“

 

Lea-Antonia Melzig und Adeltraud Ruhm konnten mit ihrer Arbeit  nicht nur die NAJU Rostock überzeugen, sondern gewannen damit auch den 1. Preis im Fachgebiet Biologie in der Altersklasse „Schüler experimentieren“.

„Auf dem Weg mit dem Bus zur Schule ist uns aufgefallen, dass die Bäume krank aussehen. Wir wollten wissen, warum das so ist und was man dagegen tun kann“, erzählt die 13-jährige Adeltraud über die Entstehung der Projektidee. Von August bis Dezember untersuchten sie eine Straße im Landkreis Rostock, indem sie eine Bestandsaufnahme der Bäume anfertigten und die Veränderungen an den Straßenbäumen und der Einflussgrößen um die Bäume herum regelmäßig beobachteten. Daraus leiteten sie gleich ein Bündel von Vorschlägen ab, wie Verkehrssicherheit und Naturschutz zu vereinbaren wären. „Bei Alleen sollte man verschiedene Baumarten mit einer Hecke verbinden. Damit kann man gleich verschiedenen Schutzfunktionen gerecht werden“, erklärt Lea-Antonia aus der 7. Klasse.

 

„Wir hoffen, dass unsere Vorschläge etwas bewirken. Denn es wäre sehr schade um die Straßenbäume“, sagt Adeltraud. Und ihre 12-jährige Freundin ergänzt: „Hecken sind auch sehr gut als Lebensraum für Vögel und zum Schutz für die Hasen.“